Karsten Wittke
THE BARUTH VINEYARD
To create a beautiful place and revive the region’s winemaking tradition using modern methods – the vineyard is situated on the southern slope of the Mühlenberg near the town of Baruth/Mark – an agricultural cultural project. The non-profit association Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums (I-KU for short) manages the vineyard using extensive and sustainable methods and planted around 4,700 vines between 2007 and 2012. Covering an area of more than one hectare, the Baruth vineyard is classified as a ‘privileged’ holding in a rural area – and, thanks to its status as a part-time farming enterprise, a barn with a terrace was built for its management.
As the vineyard is situated in a landscape conservation area, grape varieties were selected that can cope with the dry conditions and poor, sandy soils without the need for extensive plant protection and under sustainable, extensive management practices. With advice from the Freiburg im Breisgau Viticulture Institute, grapes of the fungus-resistant varieties Helios, Johanniter, Solaris and Muscaris are grown to produce a varied range of white wines under the ‘Goldstaub’ brand.
The vineyard, nestled within the former semi-open landscape of small, fragmented plots typical of the Ackerbürgergärten, is characterised by sandy soils, bordered by pine trees and mixed woodland. The extensively managed land, piles of field stones, nesting boxes and bat boxes provide a diverse range of habitats for lizards, butterflies, wild bees, beetles and birds.
What was still just a distant dream in 2005 – a ‘beautiful place’ – was brought to life through the hard work and perseverance of the I-KU association, supported by the vineyard’s friends, and is now an attractive venue where creativity, flavour and the good life come together throughout the vineyard year. Since 2007, the Baruth Vineyard Festival has been celebrated on the first weekend in September.
Karsten Wittke
DER BARUTHER WEINBERG
Einen schönen Ort zu schaffen und die Weinbautradition der Region mit den heutigen Mitteln wieder zu beleben – am Südhang des Mühlenbergs nahe der Stadt Baruth/Mark befindet sich der Weinberg – ein landwirtschaftliches Kulturprojekt. Der gemeinnützige Verein Institut zur Entwicklung des ländlichen Kulturraums, kurz I-KU, betreibt den Weinberg in extensiver und nachhaltiger Ausrichtung und hat von 2007 bis 2012 etwa 4.700 Reben gesetzt. Mit einer Größe von mehr als einem Hektar gilt der Baruther Weinberg als im Außenbereich privilegierter Betrieb – und mit dem Status als Nebenerwerbslandwirt konnte zur Bewirtschaftung eine Scheune mit Terrasse errichtet werden.
Da sich der Weinberg in einem Landschaftsschutzgebiet befindet, wurden Rebsorten ausgewählt die mit der Trockenheit, den armen sandigen Böden, ohne aufwendigen Pflanzenschutz und einer nachhaltigen extensiven Bewirtschaftung zurechtkommen. Beraten durch das Weinbauinstitut Freiburg im Breisgau wird aus den Trauben der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten Helios, Johanniter, Solaris und Muscaris ein abwechslungsreiches Sortiment an Weißweinen der Marke „Goldstaub“ gekeltert.
Der Weinberg, eingebettet in die ehemalige kleinparzellige halboffene landschaftliche Struktur der Ackerbürgergärten, ist durch sandige Böden geprägt und wird durch Kiefern und Mischwald eingegrenzt. Der extensiv bewirtschaftete Boden, Feldsteinhaufen, Nist- und Fledermauskästen bieten ein vielfältiges Habitatsangebot für Eidechsen, Schmetterlinge, Wildbienen, Käfer und Vögel.
Der noch im Jahr 2005 als ferner Gedanke gewünschte „schöne Ort“ wurde mit viel Fleiß und Beharrlichkeit des Vereins I-KU und unterstützt durch die Weinbergsfreund:innen geschaffen und ist heute ein attraktiver Veranstaltungsort, an dem sich Gestaltung, Geschmack und gutes Leben im Laufe des Weinbergjahres treffen. Seit 2007 wird jeweils am ersten Wochenende im September das Baruther Weinbergfest gefeiert.
BIOGRAFIE
1958 geboren in Wuppertal, Deutschland
1980-86 Studium der freien Kunst an der HDK Berlin, Klasse Malerei bei Prof. Marwan
1989-90 PS-1 Stipendium in New York, Senat für kulturelle Angelegenheiten, Berlin
Seit 2004 Konzeption und Realisierung von interdisziplinären Kulturprojekten im ländlichen Raum Brandenburgs mit Förderungen von Kulturland Brandenburg, der Kulturstiftung des Bundes, Fonds Neue Länder und dem Neulandgewinnerprogramm der Bosch Stiftung
2014-17 WIR NENNEN ES LANDARBEIT, Kulturprojekt mit dem Netzwerk Raumumordnung mit Stationen in Potsdam, Frankfurt/Oder, Slubice, Bitterfeld
2015 Teilnahme am Summer Fellows Programm, Stiftung Hombroich, kuratiert von Ursula Achternkamp
2015-23 regelmäßige Reisen in die Mongolei, Beginn der Werkreihe „entfernte Berge“
2021 NOWA AMERIKA KONGRESS „Die Kunst rettet die Welt“ mit Joanna Kiliszek, Michael Kurzwelly, Frankfurt/Oder, Słubice
Seit 2022 regelmäßige Reisen in die Toskana und Beginn der Werkreihen CHE BELLE NUVOLE/Welche schönen Wolken und PAESAGGIO/Landschaft
2024 DIE POST-NOMADISCHE ERFAHRUNG, Symposium zu zeitgenössischer mongolischer Kunst, Mürsbach, Kurator Thomas Eller
2018-25 Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik der Stadt Baruth/Mark
Mitglied im Berufsverband bildender Künstler Brandenburg
Karsten Wittke, Walther-Rathenau-Platz 5, 15837 Baruth/Mark
Mobil: +49 176 64397677 Mail: ka.wittke@t-online.de