Im Zentrum der künstlerischen Praxis von Michal Fuchs steht die Landschaft als Trägerin von Geschichte, Erinnerung und politischen Ideologien. Ausgangspunkt ihrer Recherche ist die Vegetation Palästinas und Israels sowie ihre Aneignung durch die zionistische Bewegung seit dem späten 19. Jahrhundert. Die lokale Vegetation erscheint dabei nicht als neutrale Natur, sondern als kultureller und politischer Akteur, der Vorstellungen von Zugehörigkeit, Besitz und Heimat prägt.

Ausgehend davon untersucht Fuchs, wie Landschaften, Pflanzen und Materialien politische Erzählungen speichern und weitertragen. In ihren skulpturalen und raumbezogenen Arbeiten verbindet sie historische Recherche mit persönlichen Erinnerungen und ortsspezifischen Beobachtungen. Natürliche und industrielle Materialien treten dabei in einen Dialog. Pflanzen und Materialien tragen in Israel und Palästina andere historische und emotionale Bedeutungen als in Deutschland, sodass aus diesen Differenzen ein Raum entsteht, in dem Fragen nach Erinnerung, Identität und der politischen Dimension von Landschaft neu verhandelt werden.

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